Der Autodidakt Georg Schrimpf gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Er fertigte Holzschnitte und andere Grafiken zunächst für Die Aktion und Der Sturm, später auch für weitere expressionistische Münchener Zeitschriften, ehe er sich in den 20er Jahren der Neuen Sachlichkeit zuwandte. Schrimpfs neoklassische Kompositionen sind geprägt von Ruhe und stiller Harmonie, die soziale Probleme der Gegenwart ausblendete. Trotzdem wurde Schrimpf 1937 auf Grund von Kontakten zur KP von den Nationalsozialisten als "entartet" gebrandmarkt und verlor damit auch seine außerordentliche Professur an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin-Schöneberg, die er von 1933 an inne hatte.


Aktportrait H(edwig) Schrimpf. Nach 1921. Farbkreide auf grob strukturiertem Papier, unter Glas in vergoldetem Rahmen (einige Abplatzungen). Unten mittig mit Bleistift bezeichnet „H. Schrimpf“. Links unten von fremder Hand mit Bleistift beschriftet „Nachlaß Georg Schrimpf“.

Ca. 38 x 28 cm.

Preis auf Anfrage. - Aus dem Nachlass des Künstlers.

Hedwig Schrimpf, geb. Marschall, war Tochter eines Landshuter Bürgermeisters, die G. Schrimpf 1921 heiratete. Sie war seine zweite Ehefrau, nachdem seine erste Frau Maria Uhden kurz nach der Geburt des gemeinsamen Sohns Marc im Alter von 29 Jahren verstarb. Georg Schrimpf wurde neben seiner ersten Frau, Maria Uhden, beigesetzt.